Warum dein Hund dich überall hin verfolgt

Warum dein Hund dich überall hin verfolgt
von Valentin | Letztes Update: 5. Juli 2020

Wenn Hunde einem überall hin verfolgen kann das sehr schnell nervig werden für viele Hundebesitzer. Der Vierbeiner lässt einen kaum mehr in Ruhe und manche Hunde verfolgen ihre Besitzer sogar bis auf die Toilette. Doch egal wie sehr es dich Nervt das der Hund dich überall hin verfolgt denk immer daran, dein Schützling meint es nicht böse. Deshalb möchte ich in diesem Artikel darauf eingehen, was den Hund dazu bewegt dich zu verfolgen, warum der Hund dies nicht tun sollte und wie du dem Hund das ständige verfolgen abgewöhnen kannst.

Die kurze Antwort ist, dein Hund verfolgt dich überall hin weil er entweder Angst hat dich zu verlieren, weil er dich beschützen will oder weil er dir noch nicht genug vertraut. Das wichtigste ist, dem Hund klar zu machen, das wenn du irgendwo hin gehst dann wirst du auch wieder zurück kommen.

Es gibt einige Gründe, das dein Hund dich verfolgt. Vielleicht hast du es ja gewagt für eine Nacht nicht nach Hause zu kommen oder vielleicht warst du ja sogar im Urlaub ohne deinem treuen Vierbeiner. Und jetzt lässt er dich nicht mehr aus den Augen!

Oder dein Hund Verfolgt dich schon vom ersten Moment an seid du ihn zu dir genommen hast. In manchen fällen entwickelt sich der Verfolgungswahren des Hundes auch erst im alter.

Es gibt einige Hunderassen, die besonders bekannt sind für ihre Anhänglichkeit. Möpse und ein paar Terrier arten, zum beispiel, verfolgen ihre Besitzer besonders gerne.

Aber egal was auch der Grund sein mag der Beweggrund des Hundes dich zu Verfolgen ist oft im Kern der Selbe. Der Hund ist sich nicht sicher, das du zurück kommst oder er hat angst, das du ohne ihn irgendwo hingehst und er den Anschluss verpassen könnte.

Was du dagegen tun kannst habe ich etwas weiter unten im Artikel genauer erläutert aber im Grunde musst du dem Hund nur klar machen, das wenn du irgendwo hin gehst dann wirst du auch zurück kommen und er wird nichts wichtiges verpassen, wenn er dich nicht verfolgt.

Warum es wichtig ist, das dein Hund auch mal alleine bleiben kann

Ich kenne einige Frauchen und Herrchen, die es gar nicht stört wenn der Hund sie andauernd verfolgt. Im gegenteil sie finden das manchmal sogar süß oder rührend wie sehr der Hund an ihnen hängt.

Aber es kann auch schlecht für den Hund sein, wenn er seinem Herrchen bzw. Frauchen überall hin verfolgt. Ein Hund schläft im durchschnitt am Tag mindestens doppelt so viel wie ein Mensch. Bis zu 20 stunden am tag schläft ein Hund im durchschnitt (natürlich trifft das nicht auf alle Hunde zu aber auf die meisten).

Wenn der Hund nun aber immer auf seinen Besitzer achten muss und diesem nonstop hinterher läuft aus angst etwas zu verpassen oder seinen Besitzer aus den Augen zu verlieren, dann kann das nach einer weile ziemlich stressig für den Hund werden.

Der Hund bekommt nicht genug Ruhe und wird zunehmend gestresster.

Viele Hunde, die ihren Besitzer verfolgen, haben auch oft Probleme damit alleine zuhause zu bleiben.

Also ist es bei vielen Hunden auch im Interesse des Besitzers dem Hund bei zu bringen, das es in Ordnung ist auch mal alleine zu sein und seinem Besitzer nicht überall hin zu verfolgen.

Wie kann ich dem Hund das Verfolgen abgewöhnen

Wie ich oben bereits erwähnt hatte ist es wichtig dem Hund zu zeigen, das man immer zurück zu ihm kommt egal wohin und wie lange man weg ist.

Ein guter Ansatz ist das Vertrauen von deinem Hund zu dir zu verstärken. Das kann man mit gemeinsamen Spielen draußen machen.

Ruf den Hund zu dir und belohne ihn für seine Aufmerksamkeit. So merkt der Hund, das wenn es etwas wichtiges gibt, dann rufst du ihn zu dir und er muss dich nicht ständig beobachten.

Wenn der Hund ständig neben dir läuft, dann wirf einen Ball oder etwas ähnliches um ihm zu zeigen, das er auch von dir weg gehen darf und du noch da bist wenn er zurück kommt. Belohne ihn nicht jedes mal, wenn er dir den Ball zurück bringt sondern nur jedes dritte oder vierte mal.

Du kannst auch such und versteck spiele mit Leckerlies machen um die Aufmerksamkeit zu dir zu steigern. So lernt der Hund auch, das du zu ihm kommst und ihm die Aufmerksamkeit gibst wenn es etwas wichtiges gibt.

Es ist wichtig, diese Spiele in einer Neutralen Umgebung draußen in einem Park oder im Garten zu machen und nicht bei dir zuhause. Sonst könntest du das Gegenteil bewirken.

In der Wohnung kannst du dafür sorgen, dass der Hund dich nicht mehr verfolgt indem du die Tür hinter dir zu machst damit der Hund dich nicht mehr verfolgt.

Wichtig hierbei ist, dass du kurz darauf auch wieder in das Zimmer kommst und wenn es geht die anderen Türen zum Zimmer offen lässt damit der Hund sich nicht komplett verlassen oder eingesperrt fühlt.

Gehe aber auf gar keinen Fall zurück in das Zimmer wenn der Hund jault oder hinter dir her bellt. Sonst lernt der Hund, das er dich herbei rufen kann wenn er nur genug hinter dir her jammert.

Es ist keine gute Idee den Hund irgendwo an zu ketten oder ein zu sperren. Das wird nur das Vertrauen zu dir zerstören und sein Verhalten verschlimmern.

Du kannst auch anfangen den Hund zum spazieren gehen zu rufen. Damit er lernt, das du ihm bescheid sagst wenn du etwas wichtiges machst.

Also ziehe dir die Schuhe und Jacke an und erst wenn du fertig bist zum spazieren gehen rufst du den Hund. Am Anfang wird er meistens eh schon neben dir sitzen oder um dich rum laufen aber ziehe dich einfach vollständig an und versuche dem Hund keine Aufmerksamkeit zu geben.

Erst wenn du fertig bist zum raus gehen rufst du ihn und dann erst gibst du ihm Aufmerksamkeit und leinst ihn an.

Wenn du ohne Hund raus gehen willst, dann zieh dich einfach ganz normal an und verlass dein Haus ohne den Hund zu rufen.

Diese Übung zeigt dem Hund, das er gerufen wird wenn du vor hast mit ihm raus zu gehen und er hat nicht das Gefühl, das er etwas wichtiges verpassen könnte.

Du kannst auch direkt zu ihm sagen, das du mit ihm raus gehst und dich dann erst anziehen damit er nicht die Ungewissheit hat bis du mit dem anziehen fertig bist. Die genaue Reihenfolge ist dir überlassen wichtig ist nur eine klare Unterscheidung zwischen „ich gehe jetzt mit dir Gassi“ und „ich gehe jetzt raus und du musst dafür gar nicht aufstehen“.

Hast du noch tips oder tricks um einem Hund das Verfolgen ab zu gewöhnen? Oder vielleicht hast du eine Geschichte, die du über dieses Problem teilen willst?

Schreib uns doch gerne einen Kommentar unter diesem Artikel und wir werden so schnell wir können antworten.

Hallo, mein Name ist Valentin und ich bin einer der Autoren hier auf Tatzen-paradies.de. Seit ich denken kann hatten wir immer Haustiere bei uns zuhause. Von Katzen und Hunden bis hin zu Bartagamen und Chamäleons war alles dabei. Mein Opa hatte ein eigenes Zoogeschäft und meine Mutter hat viele Sachbücher über Tiere veröffentlicht. Das mit den Tieren liegt also in unserer Familie. Da war es ja irgendwie klar das ich auch etwas in der Richtung machen würde.